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Brücken-Center Ansbach

Interview mit der Geschäftsführerin des Ansbacher Mütterzentrums

Avatar of admin admin - 02.09.2019 - Vorgestellt!

Kerstin Gramsamer ist seit 19 Jahren die Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende des Ansbacher Mütterzentrums.

Das Mütterzentrum Ansbach bietet individuelle Betreuungsangebote für Kinder an und dient darüber hinaus als Ort der Begegnung für alle Altersgruppen. Im Interview erklärt Geschäftsführerin Kerstin Gramsamer, was das Mütterzentrum von einem gewöhnlichen Kindergarten unterscheidet und welche Angebote es gibt.

Was verbirgt sich hinter dem Namen "Mütterzentrum Miteinander"?

Mütterzentren bieten im Gegensatz zu gewöhnlichen Kindergärten flexible Betreuung an. So haben wir Kinder, die immer zu festen Zeiten kommen, aber auch solche, die nur ein paar Tage die Woche betreut werden. Ab September 2020 bieten wir dann zwei Gruppen an: Einmal eine Kindergartengruppe und dann noch eine freie Gruppe. Das Miteinander meint, dass sich jeder bei uns einbringen kann. So kümmern sich neben unseren Fachkräften viele Ehrenamtliche um die Betreuung der Kinder. Vom Schüler bis zur Rentnerin war schon alles dabei. Wir freuen uns immer über neue Helfer, die sich gerne mit Kindern beschäftigen möchten.

Wie viele Kinder betreut das Mütterzentrum?

Insgesamt haben wir Platz für 30 Kinder. Momentan gibt es 23 feste Plätze und sieben offene Plätze für Kinder, die nur vorübergehend hier sind.

Im Mütterzentrum Ansbach arbeiten zwischen zehn und 20 Ehrenamtliche. Weitere freiwillige Helfer sind immer gern gesehen.

Welche Leistungen bieten Sie im Mütterzentrum Ansbach an?

Wir haben zum einen unseren offenen Treff, zu dem Kinder, aber auch Erwachsene, kommen können. Auf Voranmeldung bieten wir Mittagessen für Jung und Alt an. Für Kinder bis 14 Jahre können wir die Hausaufgabenbetreuung übernehmen. Des Weiteren gibt es bei uns eine feste und flexible Kinderbetreuung von null bis 14 Jahren. Wer nur für ein paar Stunden oder wenige Tage eine Kinderbetreuung sucht, ist bei uns richtig. Wer unsere Randzeitenbetreuung von 6 bis 21 Uhr nutzen will, muss sich bitte drei Tage vorher anmelden. Außerdem übernehmen wir auch die Ersatzbetreuung für Tagesmütter der Stadt sowie des Landkreises Ansbach. Bei schwierigen Familienverhältnissen bieten wir begleitete und unbegleitete Umgänge an.

Was ist unter begleiteten und unbegleiteten Umgängen zu verstehen?

Wenn Eltern sich gar nicht mehr verstehen, physische oder psychische Gewalt innerhalb der Familie herrscht, bieten wir eine Zusammenführung mit dem Kind an. Das heißt, in unseren Räumen treffen sich beide Eltern oder nur ein Elternteil mit ihrem Kind.

Im letzten Jahr wurde der Außenbereich des Ansbacher Mütterzentrums neu gestaltet. Nun gibt es einen neuen Rollrasen, einen Spielturm, eine Nestschaukel sowie einen Sandkasten.

Wie können sich Interessierte melden?

Ich bin von Montag bis Donnerstag im Haus. In dieser Zeit können Gespräche vereinbart werden, um herauszufinden, welche Betreuungsart die beste für das Kind ist. Hierzu einfach mal persönlich vorbei kommen und einen Termin vereinbaren oder vorher anrufen. Anschließend findet eine Eingewöhnungszeit statt, in der die Eltern noch anwesend sind, bis sich das Kind bei uns wohlfühlt und allein bleiben kann.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?

Die Arbeit mit den vielfältigsten Menschen. Wir haben einen hohen Ausländeranteil sowohl bei den Betreuern als auch bei den Kindern. Wir bemühen uns sehr, diese willkommen zu heißen und diese zu integrieren. Viele unserer Ehrenamtlichen lernen im Umgang mit uns und den Kindern Deutsch oder verbessern ihre Sprache. Besonders schön ist es zu sehen, wenn die Kinder langsam aus ihrem Schneckenhaus herauskommen, uns vertrauen und mit uns anfangen, sich auf Deutsch zu unterhalten.

Im Mütterzentrum Ansbach ist jeder willkommen.

 

Vielen Dank Kerstin Gramsamer für das Interview und Ihre tolle Arbeit im Mütterzentrum Ansbach.

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