BLOG

Brücken-Center Ansbach

Interview mit Jochen Rapp & Ludwig Durchblick

Avatar of admin admin - 25.01.2019 - Vorgestellt!


Jochen Rapp ist seit 2015 Geschäftsleiter des real-Markts im Brücken-Center Ansbach.  Seine Ausbildung absolvierte er bei der Nanz Gruppe in Stuttgart. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Betriebswirt (BA), ist er nun seit 2003 als Geschäftsleiter an verschiedenen Standorten, u.a.  in Mannheim oder im Raum Stuttgart tätig.

Seit drei Jahren führt der gebürtige Schwabe nun sein Team aus rund 120 Mitarbeitern am Standort Ansbach. 2018 wartete dann eine besondere Herausforderung auf  ihn und seine Mannschaft: der 6-monatige Umbau der mehrere tausend Quadratmeter umfassenden Marktfläche.

Zur Unterstützung hat er sich dafür Ludwig Durchblick mit ins Boot geholt. Der gebürtige Zirndorfer und seines Zeichens Bauleiter sorgte für einen möglichst reibungslosen Ablauf des Umbaus. Außerdem berichtete er seinen Kunden über Facebook stets mit einem Augenzwinkern über die aktuellen Entwicklungen im Markt. 

Wir haben beide zu einem Interview im Büro des Geschäftsleiters getroffen und wollten von ihnen wissen, welche Herausforderungen gemeistert werden mussten, worauf sich die Kunden nun freuen dürfen und was bei beiden so im Einkaufswagen landet.

Herr Rapp, wie sieht ein Tag im Leben eines Geschäftsleiters aus?

Rapp: Im Grunde kümmere ich mich um alle kleinen und großen anfallenden Themen in meinem Markt. Mein Tag beginnt je nach Schicht entweder um 7:30 oder 10:00 Uhr. Nach einem kurzen Blick ins Mailpostfach wartet schon der erste Techniker auf mich, der die Störungen bei der Kältetechnik beheben soll. Nachdem er Schlüssel und Infos bekommen hat, überfliege ich die neuen Bewerbungen für die ausgeschriebenen Stellen und stimme die Personalplanung mit meiner Sekretärin ab. Zum Schichtwechsel findet am späten Vormittag dann meist eine Teamleiterbesprechung statt, in der alle wichtigen Infos zu Marketing-Aktionen, Terminen aber auch Ergebnisse von Audits oder Kundenfeedback ausgetauscht werden. Anschließend wartet ein Lieferantengespräch auf mich – gerade mit regionalen Herstellern stimmen wir Platzierungen und Sonderaktionen vor Ort ab. Während des Gesprächs klopft ein Mitarbeiter an der Tür – aufgrund von Lieferschwierigkeiten zwischen den Feiertagen sind die Semmeln knapp. Wir stimmen das weitere Vorgehen kurz ab, dann dreht sich wieder alles um den Lieferanten. Im Anschluss prüfe ich noch die Warenverfügbarkeit und tätige notwendige Bestellungen. Und dann wartet schon der nächste Kunde, Lieferant, Mitarbeiter auf mich…

Kurz gesagt: als Geschäftsleiter bin ich, mit Unterstützung der Kollegen aus der Zentrale in Düsseldorf für die Themen Personal, Artikelauswahl, Marketing, Kundenkommunikation sowie die Einhaltung  gesetzlicher und  technischer Vorgaben  zuständig. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Überwachung von Hygiene Standards bei  im Markt  hergestellten Frischeartikeln.  Rund 75% meiner Arbeitszeit verbringe ich auf der Fläche, der Rest im Büro vor dem PC. Langeweile kommt hier nie auf.

Ihr real Markt wurde von Juni bis November 2018 komplett umgebaut – was wurde dabei alles erneuert?

Ludwig: Wir haben die komplette Kältetechnik saniert, konkret bedeutet das neue moderne und effiziente Kühlmöbel mit umweltschonendem Kältemittel eingebaut wurden. Außerdem haben wir den Getränkemarkt in den Markt integriert und die Kassenzone verlegt. Diese wurde auch mit neuen Kassentischen und praktischen Selbstscanner-Kassen ausgestattet. Dadurch musste auch die ehemalige Vorkassenzone weichen. Ein Teil der Konzessionäre, zum Beispiel das Nagelstudio Citynails, ist zum Beispiel ins Obergeschoss gezogen.

Rapp: Bei der Neugestaltung des Marktes haben wir auf die aktuellen Kundenbedürfnisse und –wünsche geachtet. Zum Beispiel gibt es eine neue Farbgestaltung mit warmen Brauntönen. Gleichzeitig haben wir auch das Sortiment entsprechend angepasst: es gibt nun komplett neu z.B. die Abteilung „Health & Nutrition“ mit vielen veganen, glutenfreien oder nachhaltigen Produkten. Auch neue Marken wie mymuesli, veganz, Dörrwerk oder Lycka haben wir ins Sortiment genommen.

Zudem haben wir erstmals Gastronomie in Form von Salat- und Kaffeebar sowie Grill- und Sushitheke in den Markt integriert.

Was waren dabei Ihre Aufgaben, Ludwig?

Ludwig: Vor allem die Koordination der unterschiedlichen Handwerker und Gewerke – während dem Umbau waren hier immer mindestens sechs Firmen im Einsatz, zum Beispiel für Elektrik oder Sanitär. Zu Spitzenzeiten waren es aber doppelt so viele Teams und jedes hatte noch eine eigene Hebebühne. Da war ganz schön Action. Außerdem gab es viele Besprechungen mit meinen Bauleiter- und Architektenkollegen. Und mit das Wichtigste: ich war Bindeglied zwischen Kunden und Planung – d.h. ich habe Kundenwünsche aufgenommen und natürlich auch versucht, diese direkt umzusetzen.

Welche Herausforderungen gab es beim Umbau?

Ludwig: Der komplette Umbau fand ja im laufenden Betrieb mit Kundenverkehr statt – das an sich ist ja bereits eine große organisatorische und planerische Herausforderung. Soweit möglich, haben wir natürlich die Arbeiten auf das Wochenende oder auf nachts verschoben. Und dann hatten wir auch gewissermaßen oft ein Platzproblem: die alte Abteilung stand noch, die neue wurde aber schon gebaut – da galt es viel hin und her zu jonglieren und alles genau zu planen, damit es möglichst wenig zeitliche Überschneidungen gab. Kühlmöbel und Kassentische lassen sich ja leider nicht einfach zusammenklappen und stapeln.  An dieser Stelle muss ich unseren Kunden und Besuchern wirklich für die Geduld während des Umbaus danken.

Rapp: Dem kann ich mich nur anschließen! Auch die Personalsuche, gerade bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, war nicht unbedingt einfach. Und auf einen Schlag  30 neue Mitarbeiter in komplette neue Gastronomie-Bereiche einzulernen, hat uns auch sehr gefordert. Aber letztendlich hat ja alles gut geklappt.

Ein besonderer Moment während der Umbauphase?

Rapp: Puh, schwierig. Der eigentlich besondere Moment lag außerhalb der Umbauphase – und zwar Ende 2017, als das Mietverhältnis langfristig verlängert wurde und damit die Weichen für die Zukunft gestellt wurden. Das war für das ganze Team ein sehr entscheidender und natürlich positiver Moment. Während des Umbaus waren es vor allem die markanten Punkte: zum Beispiel als die Wand zum alten Getränkemarkt abgerissen wurde oder die Staubwand hinter der die neuen Gastronomietheken gebaut wurde. Da konnte man gut den Fortschritt der Umbauarbeiten sehen.

Worauf dürfen sich Ihre Kunden jetzt nach dem Umbau freuen?

Rapp: Die neuen Gastronomie-Elemente sind in jedem Fall eine tolle Bereicherung und werden auch super angenommen. Der Kunde hat nun die Wahl zwischen dem Genuss vor Ort im Laden oder „Take-away“. Gerade das To-Go-Sortiment wurde deutlich ausgedehnt: sowohl mit frisch in der Filiale zubereiteten Speisen, zum Beispiel Salate, Bagels oder Obstsalat, als auch mit Convenience-Produkten anderer Hersteller aus dem Kühlregal. Geschätzt erwarten den Kunden nach dem Umbau rund 2500 neue Artikel– vor allem Bio-Produkte. Darunter sind auch viele neue Marken. Neben dem To-Go-Sortiment haben wir auch die Wein- und Spirituosenabteilung erweitert. Neben einer kundenfreundlichen Präsentation gibt es hier nun auch viele hochwertige Marken und regionale Weinsorten. Für den großen Wocheneinkauf haben wir nun zusätzlich 200 neue Einkaufswägen bereit stehen.  Für die kleinen Besorgungen gibt es ab sofort neue Einkaufskörbe sowie Trolleys. Außerdem haben sich hier auch die Selbstbedienungskassen sehr bewährt.

Ludwig: Und der größte Vorteil: unsere Kunden müssen nicht mehr im Slalom durch die Wasserpfützen  navigieren.

Wie ist das Feedback nach der Wiedereröffnung?

Rapp: Der Kunde ist natürlich ein Gewohnheitstier – nach dem Umbau muss er sich erst neu orientieren. Wo finde ich mein Mehl etc.? Dennoch ist das Feedback überaus positiv. Sowohl im direkten Gespräch als auch über Social Media wurden das helle und freundliche Design sowie die neuen Produkt- und Serviceleistungen sehr gelobt.

Wie unterscheidet sich der Ansbacher real-Markt von den anderen Filialen?

Rapp: Hier wurde erstmalig ein Konzept für einen real-Markt in einem Shopping-Center unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten umgesetzt.  Zum Beispiel wurde der Food-Court komplett mit individuellen Sitzmöbeln und Metallschildern modern und ansprechend gestaltet. Diese hat unser Einrichter eigenhändig in Holland dafür aufgestöbert. Gastro Elemente aus der Markthalle in Krefeld wurden hier in Ansbach erstmals in einem real-Markt umgesetzt. Wir sind sozusagen der Prototyp für weitere Umbauten.

Ludwig: Das stimmt. Ein Punkt fällt mir dazu auch noch ein: Die Mall des Brücken-Centers  wird ganz bewusst in den real-Markt verlängert. Der Übergang ist wirklich fließend. Oft stehen Kunden im Eingangsbereich und stellen verwundert fest, dass sie ja schon mitten im real-Markt stehen.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Rapp: Auf unsere geduldigen und treuen Kunden genauso wie auf meine Mitarbeiter, die immer mitgezogen haben und viel dafür getan haben, damit der Markt so schön wird, wie er jetzt ist. Und natürlich auch auf die Unterstützung von allen Seiten – sei es Vermieter, Kollegen aus anderen Filialen etc. Der Zusammenhalt war super.  Dankbar und stolz trifft es wohl ganz gut.

Die real-Leberkäs-Semmel ist ja für viele Kunden mittlerweile obligatorisch – was ist Ihre persönliche Empfehlung aus dem neuen Gastronomie-Angebot? Was kommt bei Ihnen in der Mittagspause auf den Tisch?

Ludwig: Ganz klar, ne Currywurst oder ein Grillhendl.

Rapp: Tja, mich findet man tatsächlich eher um die Ecke bei den Molkereiprodukten. Und in Krisenzeiten in der  Süßigkeitenabteilung – die liegt nämlich näher an meinem Büro.

An meinem freien Tag findet man mich….

Rapp: … in Stuttgart beim Stadtbummel oder beim Laufen durch den Schlosspark.

Ludwig: … mit Netflix und einer guten Serie auf dem Sofa.

Franke oder Schwabe?

Ludwig: Was für eine Frage – ganz klar: waschechter Franke!

Rapp: Obwohl ich hier arbeite, fühlt sich die Fahrt nach Ansbach immer ein bisschen an wie Urlaub machen. Ich fühle mich hier sehr wohl, im Herzen bin ich aber wohl doch Schwabe.

Ludwig, Sie haben den Umbau in Ansbach geleitet – wo geht’s es nun für Sie hin?

Ludwig: Ein paar restliche Arbeiten laufen noch, die ich natürlich noch koordinieren muss. Und dann warten schon neue Projekte an anderen Standorten auf mich. Aber natürlich freue ich mich, wenn ich zu bestimmten Events und Aktionen wieder nach Ansbach eingeladen werde.

 

Neuer Kommentar

0 Kommentare

Kategorien:

DV Immobilien GruppeEin Unternehmen der